Olga Martynova Foto: Villa Massimo, Alberto Novelli
Autorenfoto Jayne-Ann Igel, Bild von Raja Lentzsch
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Mittwoch, 14.10.2026
19:30

Olga Martynova und Jayne-Ann Igel

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Unsere Vorstellungen und Bilder von Europa im Allgemeinen sind westlich geprägt, auch hier im Osten Deutschlands, obgleich dieser bis zum Mauerfall eher wie Polen, Tschechien, der Balkan oder Russland zu den östlichen und südöstlichen Randgebieten zählte, aus westlicher Sicht. Die demokratisch verfassten Staaten des Kontinents bildeten und bilden die imaginäre Mitte. Eine Vielzahl literarischer Stimmen von den Rändern her eröffnet uns neue Sichtweisen auf Europa, gegenwärtige wie geschichtliche Entwicklungen, die unser Verständnis in produktiver Weise infrage stellen.

Eine dieser Stimmen verkörpert die 1961 in Leningrad geborene Autorin Olga Martynova, die seit 1991 in Frankfurt am Main lebt. In Lesung und Gespräch mit der Autorin und derzeitigen Dresdner Stadtschreiberin wird erkundet, inwieweit das Gefühl, angekommen zu sein, in Deutschland ein neues Zuhause gefunden zu haben, trägt, und Nähe wie Distanz gleichzeitig auszuhalten sind.