Caritas Führer und Alexandra Grüttner-Wilke lesen aus ihren Erzählungen und Gedichten von Grenzerfahrungen im Kontext des Glaubens vor und nach dem Mauerfall 1989.
Es sind Grenzerfahrungen welche die Kindheiten der beiden Schriftstellerinnen, Alexandra Grüttner-Wilke und Caritas Führer prägen und die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Caritas Führer, 1957 in eine Pfarrersfamilie geboren, ist Ausgrenzungen und Repressalien des DDR Regimes gegenüber Christinnen und Christen seit Schultagen alltäglich ausgesetzt. Weil sie sich nicht in den politischen Kinder- und Jugendorganisationen engagiert, bleibt ihr der Zugang zum Abitur verwehrt.
Alexandra Grüttner-Wilke, 1983 in eine Grenzerfamilie geboren, wächst in einem katholischen Dorf im Sperrgebiet der DDR, direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze auf. Dort wird sie alltäglich mit einer christlichen Frömmigkeit konfrontiert, die sich ihr nicht erschließt. Von der christlichen Gemeinschaft des Dorfes bleibt sie ausgeschlossen.