Dana von Suffrin wurde 1985 in München in einer jüdisch-deutschen Familie geboren und lebt heute als freie Autorin in München. Ihre Texte stehen mit ihrem Humor in der Tradition eines internationalen jüdischen Erzählens, das die Schrecken der Geschichte niemals vergisst. 2025 erhielt sie den Chamisso-Preis, der vom Verein Bildung und Gesellschaft e.V. und der Sächsischen Akademie der Künste gemeinsam verliehen wird. Mit dem Preis verbunden sind zwei Poetikvorlesungen, die die Schriftstellerin in der Sächsischen Akademie der Künste halten wird.
»Für eine Schriftstellerin ist die Familie ein idealer Gegenstand, zumindest die unglückliche Familie, der niemand entkommen kann. Außerdem spiegeln sich alle großen gesellschaftlichen und politischen Prozesse in der Familiengeschichte und im Familienalltag wider. Wenn ich Familie, und noch dazu eine jüdische, in den Mittelpunkt eines Textes stelle, kann ich sogar einer klassischen Dramaturgie – die mit einem Leben sowieso nichts zu tun hat – entkommen. In der ersten Poetikvorlesung wollen wir über Politik, Familien, Familienmitglieder, Rollenbilder, Streit und Haustiere sprechen – also über alles.« (Dana von Suffrin)
Einführung und Moderation: Dr. Katrin Schumacher, Literaturredakteurin Hauptredaktion Kultur MDR
Lesung: Dana von Suffrin, Schriftstellerin München
Im Anschluss Gespräch: Dana von Suffrin und Dr. Katrin Schumacher