Montag, 02.11.2026
19:30

David Hugendick »Jetzt sag doch endlich was. Über das Stottern«

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Wer stottert, hat keine Superkraft. Wer stottert, dem fällt allerdings manches auf: Menschen haben’s eilig. Beim Bewegen, beim Erledigen von Aufgaben und auch beim Sprechen. Wer stottert, guckt oft in ungeduldige Gesichter. Stottern ist eine Art des rasenden Stillstands, eine unvorhergesehene Störung im Betriebsablauf. In seinem autobiografischen Text denkt David Hugendick über das Stottern und das Sprechen nach, über heimtückische Buchstaben, über Scham bei sich selbst und Ungeduld bei anderen, die manchmal zu einer Fremdvervollständigung seiner Sätze führt. Mit seinem erhellenden Blick auf das Stottern und unsere von künstlicher Dringlichkeit geprägte Gesellschaft hinterfragt er mit Humor und Tiefgang unsere ständige Angst vor Pausen.

David Hugendick, geboren 1980 in Bremerhaven, studierte Germanistik und Politikwissenschaft. Er ist Redakteur im Feuilleton der ZEIT und lebt in Berlin. Für seine journalistischen Texte wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Moderation: Cornelius Pollmer

9 € | 6 € mit Bibliotheksausweis
Tickets im VVK oder an der Abendkasse (nur Barzahlung)

»David Hugendick stottert. Und so seltsam das klingen mag: Für uns ist das ein Geschenk. Sonst hätte er dieses famose Buch nicht geschrieben und wir hätten ein famoses Buch weniger, das ein Lob auf das Sprechen selbst ist und eine Coming-of-Age-Geschichte in den nordwestdeutschen Achtzigern. Jetzt kommen die Adjektive! Zärtlich! Selbstironisch! Und so sehr komisch!« Saša Stanišić