Feridun Zaimoglu (c) Peter R. Fischer
Samstag, 23.07.2022
18:00

Eine Begegnung mit Feridun Zaimoglu

Feridun Zaimoglu liest aus »Ich gehe durch das Deutschland meiner Tage« und andere Texte

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Feridun Zaimoglu wurde 1964 im anatolischen Bolu geboren und verbrachte die ersten 2 Jahrzehnte seines Lebens in München, Berlin und Bonn, bevor er 1985 nach Kiel kam, um dort Kunst und Humanmedizin zu studieren.

Die Türkei ist das Heimatland seiner Eltern. Für ihn, Feridun Zaimoglu, ist es jedoch Deutschland – und seine Heimatstadt ist Kiel.

Außer seinen preisgekrönten Büchern verfasste er Theaterstücke und Drehbücher, ist bildender Künstler und Kurator und beteiligt sich auch an politischen Debatten. In seinen Werken stehen meist die Ausgegrenzten im Mittelpunkt. 1997 wurde sein Debütroman Kanak Sprak erst von einer freien Theaterproduktion auf Kampnagel und kurz darauf beim Jungen Theater Bremen adaptiert. Sein zweites Buch Abschaum – Die wahre Geschichte von Ertan Ongun wurde 2000 von Lars Becker als »Kanack Attack« verfilmt. Zaimoglu ist Autor zahlreicher Romane, u.a. Leyla, Siebentürmeviertel und Die Geschichte der Frau.

Bei der heutigen Begegnung erzählt Feridun Zaimoglu von seiner Kindheit und von seinem »Ausbruch aus der Unterschicht in die Literatur«, von Schwester und Mutter, von Bekannten und Unbekannten, von Erlebnissen, Reisen und Lektüren – und wie von ungefähr stellen sich die aktuell virulenten Themen unserer Gesellschaft ein: das Reden von Integration, die Suche nach einem Begriff von Heimat, die merkwürdigen Erscheinungsformen, in denen Deutschlandliebe und –hass sich zeigen.

 

 

Eine Veranstaltung des Projekts »Vielfalt erzählen«.

Gefördert durch den Fonds Soziokultur aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.