Foto: Eva Kranenburg
Mittwoch, 15.04.2026
16:30

Eva Kranenburg »Freunde«

7. Klotzscher Literaturwoche

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Ein tiefgründiger und ergreifender Antikriegsroman über Freundschaft und Menschlichkeit.

Du hast alles verloren. Aber du bist nicht allein. Tarek, Nata, Ren und der kleine, verwilderte Tuk lernen sich kennen, als sie in den letzten Kriegstagen in die bereits völlig desolate Armee eingezogen werden. Als sie nur mit ein paar Spaten bewaffnet aufs Schlachtfeld ziehen sollen, desertieren sie. Sie alle haben Geheimnisse, über die sie nicht sprechen. Jeder hat Unerträgliches erlebt, tief sitzen Scham und Schrecken. So zusammengeschweißt werden sie einander zur Familie. Bis ein Dilemma ihre Verbundenheit in Frage stellt. Kann man den Hass auf ein Volk überwinden, mit dem man im Krieg ist? Kann man lieben, wenn man schlimmste Gewalt erlebt hat? Kann man moralisch bleiben in einer zerstörerischen Welt? Diese Fragen verwebt Eva Kranenburg auf einfühlsame Weise zu einer soghaften Geschichte. Sie erzählt ehrlich bis an die Schmerzgrenze, setzt der Brutalität der Nachkriegswelt jedoch immer auch Licht entgegen: Figuren, die sich einem tief ins Herz schreiben – und ihre unerschütterliche Freundschaft zueinander.

Eva Kranenburg arbeitete schon in jungen Jahren mit Kindern und Geflüchteten aus Bosnien und dem Kosovo. Später, als Psychotherapeutin, arbeitete sie mit Geflüchteten aus Afghanistan, Syrien und dem Irak. Eva Kranenburg ist Absolventin der Akademie für Kindermedien. Für das Manuskript Freunde erhielt sie den Förderpreis der Mitteldeutschen Medienförderung sowie den Oldenburger Kinder- und Jugendpreis 2025. Derzeit steht das Buch auf der Shortlist für das Lieblingsbuch des Deutschschweizer Buchhandels 2026.

Der Eintritt ist frei.