»Ein unverheiratetes, unschuldiges Mädchen lässt sich leicht von einer verheirateten Frau unterscheiden: Der erste und wichtigste Unterschied sind die Augenbrauen.« Die aserbaidschanische Community, die in Russland in der Diaspora lebt, ist streng konservativ. Schon als Kind kann sich die Erzählerin schwer in die patriarchale muslimische Gesellschaft einfügen. Eine Krankheit drängt und befreit sie zugleich aus ihrer Rolle der schönen, heiratsfähigen Tochter. Die Autorin Jegana Dschabbarowa offenbart in ihrem Debütroman eine verborgene Welt. Sie erzählt ihre eigene und die Geschichte der Frauen ihrer Familie ganz direkt und entlang ihres Körpers.
Jegana Dschabbarowa, geboren 1992 in einer aserbaidschanischen Familie in Jekaterinburg/Russland, ist Dichterin, Essayistin und Wissenschaftlerin. 2024 war sie gezwungen, Russland zu verlassen, sie lebt und arbeitet heute in Hamburg.
Moderation: Saralisa Volm, geboren 1985, ist Schauspielerin, Regisseurin, Filmproduzentin und Autorin (Das ewige Ungenügend, Ullstein).
In der Reihe »Body Talks« laden wir Autor:innen ein, die in ihren Büchern über marginalisierte Körper(-Bilder) sprechen. Gemeinsam mit der Moderatorin Saralisa Volm und dem Publikum befragen wir die gängigen Körperimperative: Zwischen dem Diskurs um Body Positivity und dem Trend nach Body Enhancement versuchen wir ein Gespräch zu finden, dass nicht von einem Ungenügend unserer Körper kündet, sondern widerspenstig neue Körperbilder erzählt: body talks.
9 € | 7 €
VVK online und an der Museumskasse, Restkarten an der Abendkasse
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung