Karl Gustav Nieritz widmete sich erst spät dem Schreiben, wurde aber dank seiner Phantasie und seines Erzähltalentes schnell berühmt. 1830 erschien die Erzählung Das Pomeranzenbäumchen in der von Ferdinand Philippi herausgegebenen Dresdner Zeitschrift Merkur. Es folgten zahlreiche Jugendbücher, die in die meisten europäischen Sprachen übersetzt wurden und dadurch weite Verbreitung fanden. Außerdem schuf er für die Volkskalender von Trewendt und Steffens zahlreiche volkstümliche Erzählungen. Von Erich Kästner ist das Bekenntnis überliefert, dass er als Kind und Jugendlicher alle Bücher von Nieritz gelesen und sie sehr geschätzt habe.
Ein eindrucksvolles und sehr persönliches Bild zeichnet Nieritz in seiner 1872 in Leipzig erschienenen Selbstbiografie.
In ihrer Lesung am Grab von Nieritz auf dem Inneren Neustädter Friedhof macht die Schriftstellerin Uta Hauthal die Zuhörer vor allem mit der Selbstbiografie des Schriftstellers und Pädagogen bekannt, in der er ein zeit- und gesellschaftskritisches Bild Dresdens vermittelt.
Treffpunkt: Innerer Neustädter Friedhof, Grab von K.G. Nieritz
Gefördert vom Stadtbezirksbeirat Neustadt