Katerina Poladjan, Foto: Francesco Gattoni
Donnerstag, 29.01.2026
18:30

Katerina Poladjan »Goldstrand«

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In ihrem Roman Goldstrand fügt Katerina Poladjan Splitter des alten Europas zu einem heiter-melancholischen Bild der Gegenwart. Die Familiengeschichte von Eli, der 1961 in einer leidenschaftlichen Liebesnacht auf der Baustelle des bulgarischen Goldstrandes gezeugt wird, erzählt von Aufbrüchen und Enttäuschungen, vom Hin-und-Her-Gerissensein zwischen Welten und zeigt, wie Verlusterfahrungen über Generationen hinweg wirken. Ist Gehen Flucht, Bleiben Schwäche, kann Kunst Zuflucht sein? Katerina Poladjan lässt Filmregisseur Eli, mittlerweile 60 Jahre alt, auf der Couch seiner Dottoressa in Rom um sein Leben erzählen.

Katerina Poladjan wurde in Moskau geboren, wuchs in Rom und Wien auf und lebt in Deutschland. Sie schreibt Romane, Theatertexte und Essays; auf ihr Prosadebüt In einer Nacht, woanders folgte Vielleicht Marseille und gemeinsam mit Henning Fritsch schrieb sie den literarischen Reisebericht Hinter Sibirien. Mit Zukunftsmusik stand Katerina Poladjan auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022. 2025 wurde sie mit dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds geehrt.

Moderation: Ellen Schweda

Eintritt frei

Diese Veranstaltung ist Teil der Literaturreihe »Stimmen aus Osteuropa: Gehen oder Bleiben?« – Eine Zusammenarbeit der Städtischen Bibliotheken Dresden, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen.