Was bedeutet es, frei zu sein – politisch, historisch, persönlich? Und was bleibt von der Würde eines Menschen, wenn Geschichte zur Last wird?
Lea Ypi, international gefeierte Autorin des vielfach ausgezeichneten Bestsellers Frei und Professorin für politische Theorie an der London School of Economics, erzählt das Leben ihrer Großmutter anhand von Archivalien, Akten und Anekdoten. Eine Reise, die sie in die untergegangene Welt der osmanischen Aristokratie, zu den Anfängen der neuen Balkanstaaten und schließlich nach Albanien führt. Lea Ypis Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte führt mitten hinein in die politischen Extreme des 20. Jahrhunderts – und zu Fragen, die uns alle angehen: Wie erzählen wir Geschichte? Wie gehen Gesellschaften mit Schuld und Traumata um? Und was heißt es heute, für Freiheit einzustehen?
Im anschließenden Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Hans Vorländer (TU Dresden) weitet sich der Blick – auf die Brüche politischer Transformationen, auf persönliche Verantwortung und das Ringen um demokratische Zukunft.
Die Veranstaltung findet in englischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung statt.
5 € | 3 €
VVK online und an der Museumskasse, Restkarten an der Abendkasse
In Kooperation mit dem Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) und der Henry Arnhold Dresden Summer School (HADSS)