In ihrem neuen, für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman Selbstregulierung des Herzens spannt Peggy Mädler einen historischen Bogen von den frühen 60er Jahren der DDR bis zur Corona-Pandemie. Im Zentrum der Geschichte stehen der Mathematiker Georg, der anfangs noch hofft, die Wirtschaft seines Staats mithilfe von ersten Computern und Kybernetik vorwärtszubringen, und die Künstlerin Mona. Um sie herum entwickelt sich ein reiches Ensemble an Figuren: der illusionslose Intellektuelle Roland, der in den Westen flieht; Marlies, die versucht, das System von innen zu reformieren, sowie die Künstlerfreunde Monas. Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen.
Jahre später haben sich Georgs Träume zerschlagen und die Kybernetik, die von sich selbstregulierenden komplexen Systemen ausgeht, ist zur Pseudowissenschaft avanciert.
»…ein Roman, der präzise, unsentimental und ohne Anklage veranschaulicht, wie Menschen sich in einem Zwangssystem veränderten und wie Illusionen an einer Staatsform zerschellten. Kunst, Wissenschaft und Liebe sind gleichermaßen betroffen.« Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Moderation: Odile Vassas
7 € | 4 €
Anmeldung unter: laubegast@bibo-dresden.de