Sharon Dodua Otoo, Foto: Francis Oghuma
Samstag, 26.09.2026
17:00

Sharon Dodua Otoo »So, in etwa, ist es geschehen«

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Warum bringt Amata Haller Heinz Brockhaus, den Chef des Wohltätigkeitsvereins, für den sie arbeitet, um? Und wie wahr sind Erinnerungen? Um diese Fragen dreht sich Sharon Dodua Otoos neuer Roman So, in etwa, ist es geschehen.

Die beiden Protagonisten sind im Auto auf dem Weg nach Timmersdorfer Strand. Dort soll Amata wie jedes Jahr der Veranstaltung zum Gedenken an den Untergang der »Cap Arcona« beiwohnen, jene Katastrophe, die Amatas Großvater gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nur knapp überlebt hat. Amata ist in Eile, ihre Mutter wartet, die Hitze drückt auf die überfüllten Straßen, die Fahrt wird immer länger, Brockhaus redet ununterbrochen, und Amata verliert die Fassung. Am Ende des Tages wird Brockhaus nicht mehr leben, und Monate später wird Amata vor Gericht stehen.

2016 gewann Sharon Dodua Otoo mit ihrem ersten auf Deutsch veröffentlichten Text Herr Gröttrup setzt sich hin den Ingeborg-Bachmann-Preis. Seit 20 Jahren lebt die Tochter ghanaischer Einwanderer in Berlin. Sharon Dodua Otoo ist Schriftstellerin, Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe Witnessed und Kuratorin des Schwarzen Literaturfestivals »Resonanzen«. Ihr erster Roman Adas Raum wurde 2023 in mehrere Sprachen übersetzt. Es folgten Auszeichnungen und Stipendien; 2025 hielt sie die Zürcher Poetikvorlesung. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin. So, in etwa, ist es geschehen ist ihr zweiter Roman.

Gespräch mit Fabienne Mahwane

Die Veranstaltung findet im Kleinen Saal statt und ist leider nicht barrierefrei erreichbar.
Einlass ab 16:30 Uhr.

Vorverkauf: 12 € | 9 €  zzgl. Gebühren
Abendkasse: 15 € | 12 €