Freitag, 24.04.2026
19:00

»Unsere Töchter, die Nazinen« von Hermynia Zur Mühlen

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Erzählt wird die Geschichte dreier Mütter aus dem März 1933 und eine spätere in einer Kleinstadtidylle am Bodensee: Eine Arbeiterin, die sich plötzlich im politischen Kampf wiederfindet; eine Gräfin, die mit aristokratischen Mitteln Widerstand leistet; eine Arztgattin, die verbissen an ihrem gesellschaftlichen Aufstieg arbeitet – und drei Töchter, die den Versuchungen der Nationalsozialisten erliegen. Ein Roman, der eindrücklich und auch satirisch den Alltag in der Zeitenwende beschreibt und unter die Haut geht.

Hermynia Zur Mühlen (1883 – 1951) gehörte Ende der 1920er Jahre zu den deutschsprachigen Erfolgsautorinnen – doch 1933 verbrannten die Nationalsozialisten ihre Bücher und belegten sie mit einem Publikationsverbot. Die Aristokratin, unbeugsame Nazigegnerin und Exilantin Hermynia Zur Mühlen betrachtete bereits 1935 aus konsequent weiblicher Perspektive Arbeitermilieu, Bürgergesellschaft und Aristokratie in der Zeit von 1933 – 1935. Mit ihrer soziologischen und sozialpsychologischen, gleichwohl unterhaltsamen Erzählung versuchte sie, den antifaschistischen Widerstand quer durch das soziale und nationale Spektrum zu beeinflussen und tat dies mit einer weitsichtigen Einschätzung der damaligen Entwicklungen und Vorkommnisse.

8 € | 5 €

In Kooperation mit der Gruppe »Omas gegen Rechts Halle und Dresden«