Artur Becker (c) Juergen Bauer
18.06.2020
Sächsische Akademie der Künste

Artur Becker erhält die Chamisso Poetikdozentur 2020

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Eine Jury aus Vertretern der Sächsischen Akademie der Künste und des Vereins Bildung und Gesellschaft hat dem Schriftsteller Artur Becker die Chamisso Poetikdozentur 2020 zugesprochen.

Mit der Chamisso-Poetikdozentur werden Autorinnen und Autoren ausgezeichnet, die aus ihrer persönlichen Erfahrung eines Sprach- oder Kulturwechsels heraus in ihren Werken die Fragen der modernen, pluralen und globalisierten Welt reflektieren. Die Poetikdozentur soll sich dabei den Themen widmen, die aus der Erfahrung zwischen den Sprachen, zwischen den Kulturen und der Geschichte unterschiedlicher Sprachräume entstehen.

Zu Artur Becker

Artur Becker, geboren 1968 im polnischen Bartoszyce (Masuren), lebt seit 1985 in Deutschland. »Obwohl ich auf Deutsch schrieb, musste ich mich mit polnischer Literatur auseinandersetzen… Ich musste für mich erst einmal ein Zuhause definieren. Was ist das? Kann das in Deutschland sein? Ist das ein eher imaginärer Raum (ein Polen meiner Vorstellung)? Das Leben in der Fremde bedeutet vor allem eines: Du weißt als Autor plötzlich, du wirst mit dieser Identitätsfrage niemals fertig werden. Du wirst dich ständig fragen: Warum habe ich diese Identität? Welchen Einfluss hat die Geschichte des 20. Jahrhunderts auf diese Identität?«

Zu den Veranstaltungen

In Zusammenarbeit mit dem Dresdner Verein Bildung und Gesellschaft und in Kooperation mit der Zentralbibliothek der Städtischen Bibliotheken Dresden sind drei öffentliche Vorlesungen mit Artur Becker geplant: am 24. September, 1. Oktober und 22. Oktober 2020 jeweils um 19.30 Uhr im Dresdner Kulturpalast geplant. Er kündigte an, zur Dozentur werde nicht nur »Literarisches, Soziologisches, Philosophisches und Autobiografisches, sondern auch Publizistisches zur Sprache kommen. Die Bilingualität natürlich auch, das Leben zwischen zwei Stühlen und Völkern«.