Georg flüchtet aus Ostdeutschland – allerdings nicht nach Westen, wohin alle Welt sich auf den Weg macht, sondern in Richtung Osten, nach Warschau, Hauptsache weg! Dort scheint es, als habe die Weltgeschichte nur darauf gewartet, ihn Zeuge ihrer Weichenstellungen werden zu lassen. Während sich Georg selbst vor allem für die polnische Cellostudentin Joanna interessiert, beginnt in Polen der Sommer des Aufbruchs 1980. Ein Glücksfall für Georg und Joanna, wäre da nicht ein Missverständnis, an dem die Weltgeschichte nicht ganz unschuldig ist und das für die beiden immer bedrohlicher wird.
Hans-Haiko Seifert wurde 1960 in Dresden geboren und nutzte die nächste sich bietende Gelegenheit, zum Studium ins Ausland zu gehen: nach Warschau. Dort wurde er Zeuge des polnischen Sommers 1980, der für die ersten Risse in der Mauer zwischen Ost und West sorgte. Dieses Abenteuer mündete nahtlos in den Dienst in der NVA, gerade rechtzeitig, um an der polnischen Grenze im Dezember 1981 anlässlich des Kriegszustands in Polen in Alarmbereitschaft versetzt zu werden. Er beendete schließlich sein Studium in Dresden, fand eine Zeit lang Gefallen an wissenschaftlicher Arbeit zu Themen der Künstlichen Intelligenz und begann vor über 25 Jahren in der IT-Abteilung eines Energieversorgers.
Neben dem Brotberuf: Schreiben für die Schubladen, viele Jahre Theater mit der Gruppe Traumtanz, ein paar Jahre Theaterkritiken, etwas Malerei, etwas Musik und dann endlich wieder Schreiben, seit Jahren ohne Unterlass.
Eintritt frei, bitte anmelden unter kurse@johannstadtquartier.de oder 0351 501 931 71