Was bleibt von uns, wenn wir in den Augen der anderen nicht mehr vorkommen?
Als Heinrich verhaftet wird und für Jahre verschwindet, müssen Klara und die Kinder Max und Lene lernen, ohne ihn zu leben. In den Jahren nach dem Krieg, in denen Schweigen überlebensnotwendig ist, wird auch zwischen ihnen vieles nicht gesagt.
Jahre später kehrt Heinrich nach Dresden zurück, getragen von der Hoffnung, wieder anzukommen. Doch das Zuhause, das ihn erwartet, ist ihm fremd geworden. Er und Klara erreichen sich nicht mehr. Die Nähe, nach der sie sich gesehnt haben, bleibt aus. Was ihnen einst half zu überleben, steht nun zwischen ihnen – ein Schweigen, das sie nicht überwinden können. Ein Verrat aus dem eigenen Umfeld bleibt unausgesprochen. Da trifft Heinrich eine folgenschwere Entscheidung.
Flucht aus der Stille erzählt vom leisen Zerbrechen einer Familie über zwei Jahrzehnte hinweg. Ein Roman über Liebe, Schuld und das, was unausgesprochen bleibt und darüber, wie dieses Schweigen weiterwirkt bis in die Gegenwart.
Die in Dresden geborene Autorin Jana Hassepaß bringt im Ultraviolett Verlag ihr Debüt Flucht aus der Stille heraus. Die Buchpremiere feiern wir mit einer Lesung und Gespräch.
Eintritt auf Spendenbasis