Else Gold ist eine Schwellenkünstlerin. Die bildende Künstlerin produziert seit 2004 jährlich etwa sechs Hefte DAS ZÜNDBLÄTTCHEN – überelbische Blätter für Kunst und Literatur. Dabei ist ihr wichtig, Menschen zusammenzubringen, Brücken zwischen Genres und Generationen zu bauen. Am 1. August zeigt sie Auszüge aus den kleinen Gesamtkunstwerken, gemeinsam mit den Autorinnen Undine Materni, Gundula Sell und Wiete Lenk.
Wie waren die Anfänge des Zündblättchens?
Im Mai des Jahres 2003 zur Mainzer Minipressen-Messe, begegneten ich mit der Verlegerin Bettina Viktoria Hennig dem Maler, Grafiker und Poeten Wolfgang E.HerbstSilesius. Wenige Monate später initiierten wir zu dritt im Meißner Goldgrund, in der einstigen Bickfordschen Zünderfabrik, das Zündblättchen als überelbsche Blätter für Kunst und Literatur.
Die erste Ausgabe erschien dann 2004? Wie ging es weiter?
Das war im Februar. Von der Elbe aus Sachsen kommend, machten wir uns auf, Ost und West zu verbinden. In über zwanzig Jahren hat sich jetzt ein künstlerischeres Gewebe von Meißen durch Deutschland und Europa bis nach Australien gebildet – ein Teppich aus Poesie.
Was bedeutet das Zündblättchen heute?
Die kleinen Hefte werden auf schlichtem Papier im Schwarz-Weiß-Druck hergestellt. Aber sie verbinden nicht nur Künstlerinnen und Künstler, Schriftstellerinnen und Schriftsteller, sondern sorgen inzwischen auch für lebhaften Austausch mit dem Publikum! Bei der Veranstaltung werden wir erzählen, wie die Autorinnen und ich zusammenfanden.
Fragen von Josefine Gottwald
Am 1. August 2025 um 19 Uhr stellt Herausgeberin Else Gold das neue Heft Nr. 124 der »Überelbschen Blätter für Kunst und Literatur« in der Buchhandlung LeseLust vor. An ihrer Seite lesen Undine Materni, Gundula Sell und Wiete Lenk aus ihren Veröffentlichungen.