Dienstag, 24.03.2020
19:00

Face to Face #3: Mirna Funk und Priya Basil

Über Gastfreundschaft und das Ritual gemeinsamer Mahlzeiten in unterschiedlichen Kulturen

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Face to Face – Neue Literatur aus Deutschland

Priya Basil und Mirna Funk beschließen die Reihe Face to Face. Sie lesen Passagen aus eigenen Texten und setzen sich mit den aktuellen Büchern ihres Gegenübers auseinander. Ein häufig wiederkehrendes Motiv in den Werken dieser literarischen Tandems ist die Auseinandersetzung mit der geographischen, sozialen, religiösen oder kulturellen Herkunft ihrer Protagonisten. Im Zentrum steht die Frage, wie dadurch ihre Gegenwart und Zukunft mitbestimmt wird. So entsteht – face to face – ein intensiver Dialog über eine neue Literatur aus Deutschland, bei dem die beiden Autorinnen die Fäden selbst in der Hand haben.

Priya Basil und Mirna Funk

Priya Basil, britisch-indische Schriftstellerin, wuchs in Kenia auf und lebt heute in Berlin. Ihre Romane wurden für zahlreiche Preise nominiert. In ihrem jüngsten Buch Gastfreundschaft (Suhrkamp 2019) erzählt Priya Basil von den indisch-kenianischen Traditionen ihrer Familie, von einer unerwarteten Einladung zum Spargelessen und einer Massenspeisung in einem Sikh-Tempel mitten in Berlin. Sie hält ein leidenschaftliches Plädoyer für ein gastfreundliches Europa, denn die besten Gespräche führt man an reich gedecktem Tisch: über Politik und Kultur und darüber, ob es bedingungslose Gastfreundschaft gibt.

Mirna Funk, geboren 1981 in Ostberlin, studierte Philosophie sowie Geschichte an der Humboldt-Universität. Sie arbeitet als freie Journalistin und Autorin und schreibt über Kultur und ihr Leben zwischen Berlin und Tel Aviv. Als jüdische Autorin, die zur dritten Generation der Holocaust-Überlebenden in Berlin gehört, befasst sie sich immer wieder mit der Rolle von jüdischer Kultur in Deutschland. 2015 erschien ihr Debüt Roman Winternähe (Fischer Verlag), für den sie mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet wurde. Das Buch verhandelt das Thema Antisemitismus in Deutschland, den Krieg in Israel im Sommer 2014 und die Frage nach Identität in einer globalisierten Welt.

Eintritt

5 € / 3 € /mit Museums-Jahreskarte frei / Online-VVK